Zum bereits dritten Mal machte ich mich am Freitag, 7. Oktober 2017 auf den Weg nach Bonn zum Inspirationscamp, kurz Inspicamp genannt. Jedesmal ein tolles Erlebnis. Im nachfolgenden Blogbeitrag berichte ich von meinen Eindrücken und teile dir meine 3 größten Learnings des diesjährigen Camps mit. 

Das Inspicamp ist ein Barcamp und wird von Marit Alke und Katrin Linzbach veranstaltet. Hier treffen sich jedes Jahr im Oktober (und seit 2 Jahren auch im Frühjahr in Hamburg) Online-Unternehmer um sich auszutauschen. Bevor ich von meinen Eindrücken berichte, erkläre ich dir kurz, was ein Barcamp ist. Wenn du das schon weißt, kannst du den nächsten Abschnitt überspringen.

Was ist ein Barcamp?

Ein Barcamp wird manchmal „Unkonferenz“ genannt, denn es geht hier sehr zwanglos zu. Es gibt vor Beginn keinen festgelegten Themenplan und Vortragsredner, sondern jeder kann sich spontan in einer sogenannten „Session“ einbringen. Entweder mit seinem Expertenthema oder auch beispielsweise mit einer Frage, die einen beschäftigt oder einem Thema, über das diskutiert wird.

Auf dem Inspicamp in Bonn standen uns 7 Räume mit unterschiedlicher Größe zur Verfügung. Meist wird zu Beginn kurz per Handheben Interesse bekundet, sodass die Raumaufteilung leichter fällt. Eine Session dauert ca. 45 Minuten. Zudem gibt es natürlich davor und danach Zeit, sich beliebig auszutauschen, auf dem Büchertisch zu stöbern oder sich zurückzuziehen und seine Gedanken schweifen zu lassen.

Das Wunderbare ist – es gibt kein „Muss“. Du kannst auch einfach „wie ein Schmetterling“ am Rand sitzen oder von Session zu Session „hummeln“. 

 

Eindrücke aus dem Inspicamp 2017 in Bonn

Dieses Jahr waren wir 60 Teilnehmer – 10 mehr als in den vergangenen Jahren aufgrund der großen Nachfrage. Der Stuhlkreis im Hauptraum zu Beginn und Ende der Veranstaltung kam an seine Grenzen ;-). Es war wie jedes Jahr eine bunte Mischung aus „erfahrenen Inspicampern“ und Erstbesuchern. 

Wie jedesmal ist es verblüffend, wie vertraut sich das Zusammentreffen mit manchen gestaltet, obwohl man sich vielleicht nur einmal im Jahr „in Echt“ sieht oder vielleicht noch nie in Real Live gesehen hat – wohl aber über Social Media, meist Facebook, schon länger in Kontakt ist. Es ist wie Klassentreffen. Eine herzliche Atmosphäre herrscht und überall ist pure Freude spürbar, die ansonsten virtuellen Kollegen auch mal drücken zu können ;-). 

Inspicamp-Bonn-2017-Eindrücke

 

Der erste Tag

Am Freitag nachmittag sollte es um 14 Uhr losgehen. Da ein Sturm vor allem im nördlichen Teil Deutschlands gewütet hat, sind viele Bahnverbindungen ausgefallen und einige Teilnehmer, inklusive einer der Veranstalterinnen, konnten erst etwas später anreisen. Auch ich kam etwas später, da gefühlt zigtausend Baustellen auf den Autobahnen den Verkehr zum Teil erheblich stocken ließen und ich für meine 500 km von morgens 8 Uhr bis fast 15 Uhr unterwegs war…

Allgemein habe ich bei mir festgestellt, dass mir dieses Jahr die Sessions nicht so wichtig waren, wie die letzten beiden Male. Einerseits war ich noch platt von der Fahrt, andererseits haben sich so viele schöne Gespräche außerhalb der Sessions ergeben. Für mich stand klar der Austausch mit den einzelnen Personen im Vordergrund, nicht möglichst viel Wissen in den Sessions mitzunehmen. Und ich hatte das Gefühl, dass es (zumindest denjenigen, die schon einige Zeit selbständig waren) ebenfalls so ging.

Es gab Sessions zu unterschiedlichen Themen, nicht nur rein um Marketing-Themen. So war ich zum Beispiel in einer Session zum Thema „Zuckerfrei“. Hier ging es darum, im Unternehmer-Alltag fit zu bleiben und den Energieräuber Zucker einzudämmen. Ernährungsberaterin Nicola Hermann versorgte uns sogar mit selbstgebackenen zuckerreduzierten Keksen, die nicht nur bei den Session-Teilnehmern großen Anklang fanden ;-). 

 

Inspicamp-Bonn-2017-Session-Zuckerfrei

 

Session-Themen am Freitag waren:

  • B2B-Kunden online erreichen
  • Atmen (Atemtechniken zur Entspannung) mit Patrik Frauzem
  • Dein VIP-Tag mit Shailia Stephens
  • Online-Burnout 
  • Einblicke in ein Projektbuch mit Sandra Reekers
  • Wie werde ich meine Brille los
  • Affiliate-Launch durchführen mit Katrin Hill
  • Mehr Interaktionen auf Facebook mit Claire Oberwinter
  • Vom Blog zum Buch mit Tom Oberbichler
  • Das 2-Stunden-Experiment mit Claudia Kauscheder
  • Eine „Keine Ahnung von Scompler“ Diskussion
  • Was ist VG Wort
  • Altersvorsorge mal anders mit Anette Weiß

 

Der 2. Tag

Nach einem schönen Ausklang am Freitagabend bei einem nahe gelegenen (leider leicht überforderten) Italiener ging es am Samstagmorgen weiter. Zur Einstimmung gab es wieder eine kleine Meditation, Atmen und Stimmübungen mit Steffi Schwarzack. Bereits vormittags wurden die Sessions für den ganzen Tag geplant.

Session-Themen waren u.a.

  • Mehr Reichweite auf Facebook mit Katrin Hill
  • 1:1 Produkte entwickeln mit Natalie Schnack
  • Erstgespräche führen
  • Funnel mit Sonja Kreye
  • Buch mit Verlag schreiben
  • Online-Kurs Mastermind mit Marit Alke
  • Facebook-Ads mit Rei Baumeister
  • Was darf kommen / Was darf gehen mit Jesta Phoenix
  • Handy-Fotos aufpeppen mit Silke Nuthmann
  • Facebook Live mit OBS mit Birgit Quirchmayr und Frank Katzer
  • „Über-mich-Seite“ mit mir

…und einige mehr, habe nicht mehr alle im Kopf und finde keinen abfotografierten Sessionplan ;-). Wer noch mehr weiß, darf gerne in den Kommentaren ergänzen :-).

In diesem Jahr waren auch wieder einige talentierte Teilnehmer dabei, die Skizzen und Sketchnotes gezeichnet haben. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Silke Nuthmann, die bei meiner Session „mitgekritzelt“ hat:

 

Meine Session zum Thema „Über-mich-Seite“

Auch ich bot eine Session an, in der wir individuell über die (sowohl bestehende als auch noch nicht bestehende) Über-mich-Seiten der Teilnehmer gesprochen haben. Für Annemarie Merten war das Thema gerade brandaktuell, ihre Website ist im Entstehen:

 

Meine 3 wichtigsten Learnings aus dem Inspicamp 2017

„Neue“ Erkenntnisse sind das zwar nicht, aber diese 3 Aspekte sind mir wieder besonders bewusst geworden.

 

1. Gemeinschaft ist wahnsinnig wertvoll

Egal ob es um Erfahrungsaustausch hinsichtlich Strategien, Tools oder persönlicher Herausforderungen geht – es tut so gut, sich mit „Gleichgesinnten“ auszutauschen. Davon zehren wir weit über das Inspicamp hinaus. Auch daheim wieder allein vor dem eigenen PC ist es ein wunderbares Gefühl zu wissen – „hey, du bist nicht allein, da ist jemand für dich da, wenn es mal „brennt“. 

 

2. Bleib bei dir

Konkurrenzgedanken sind im Inspicamp nicht spürbar, jeder gibt freizügig sein Wissen weiter und bringt sich auf irgendeine Weise ein. Wir lernen unglaublich viel voneinander. Wir haben viele Gemeinsamkeiten, wir machen nachhaltiges Online-Marketing und haben ähnliche Wertvorstellungen, das ist toll. Sonst würde das auch nicht so harmonieren. Doch das heißt nicht, dass das was für den einen passt für den anderen auch Sinn macht. Denn jeder macht sein eigenes Ding, jeder hat eine andere Lebens- und Arbeitssituation. Genau deshalb sind diese Inspirationen und Impulse so großartig. Jeder kann für sich daraus machen, was für ihn passt.

 

 

3. Reise am Vortag an

Diese eher praktische Erkenntnis ist ganz gewiss auch nicht neu ;-). Mir ist es diesmal nur wieder bewusst geworden, da einerseits viele Probleme hatten wegen des Sturms und andererseits einige, auch ich, länger im Stau gestanden sind. Die Fahrt hat mich extrem gestresst, vor allem da ich die Nacht vorher nicht viel geschlafen hatte. So haben sich auch prompt am Freitag nachmittag üble Kopfschmerzen eingestellt, die leider das gesamte Inspicamp anhielten :/ Klar, auch bei Anreise am Vortag kann sowas passieren, aber man hat einfach mehr von einer Veranstaltung, wenn man dort ausgeruht und ohne Stress ankommt. 

 

Nächstes Jahr Inspicon – bist du dabei?

Nächstes Jahr gibt es eine Premiere – die Inspicon, große Schwester des Inspicamps, ebenfalls veranstaltet von Marit Alke und Katrin Linzbach. Im Gegensatz zum Inspicamp ist die Inspicon wesentlich größer (250 Teilnehmer) und es gibt vormittags geplante Konferenzen. Ansonsten wird vieles ähnlich ablaufen und die vielen Inspicamp-Teilnehmer, die ebenfalls kommen, werden den Spirit des Inspicamps auch dorthin tragen. 

Ich freue mich schon darauf. Bist du dabei? Am 20. / 21. April 2018 in Bonn.

Mehr Infos hier: Inspicon 

 

 

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